Sonntag, 31. Jänner 2010
FRANKREICH IST EUROPAMEISTER 2010!!!!!!!!!!!!

credit: Silvio Ferrari
Die ausverkaufte Wiener Stadthalle war Sonntag Abend Bühne eines historischen Ereignisses. Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine Mannschaft das Triple gewonnen.
Frankreich ist seit gestern nicht nur Olympiasieger (2008 im Endspiel gegen Island) und Weltmeister (2009 im Finale gegen Kroatien), sondern auch erstmals Europameister. Die favorisierte equipe tricolore gewann die Europameisterschaft 2010 in Österreich durch einen hochverdienten 25:21 (12:12)-Finalerfolg gegen Vize-Europameister Kroatien. Auf beiden Seiten waren zahlreiche Weltklassespieler engagiert.
Die Mannschaft von Lino Cervar, die sich vor zwei Jahren im EM-Endspiel Dänemark geschlagen geben musste und die sich im Vorjahr in Zagreb bei der Heim-WM im Finale eben Frankreich beugen musste, misslang die erhoffte Revanche – vor einem Publikum, das in Wien mehrheitlich im Lager von Kroatien stand.
Doch zunächst war der leichte Außenseiter die spielbestimmende Mannschaft. Nicht zuletzt dank starker Phasen von Keeper Mirko Alilovic. Kroatien führte mit 5:3, mit 6:4, mit 10:8, mit 11:9. Beim Stand von 12:9 hatten die Cervar-Schützlinge zum ersten – und letztlich einzigen Mal – ein Guthaben von drei Toren (28.).
Dann aber kamen Nikola Karabatic, Daniel Narcisse und vor allem Luc Abalo (der beste Spieler des Champions an diesem Abend) in Schwung. Gingen in Minute 34 (13:14) erstmals in Führung. Zwischen Minute 31 und Minute 39 gelang Kroatien kein Tor – das war mitentscheidend, denn mit einer 17:13-Führung im Rücken begann das Team von Weltmeister-Coach Claude Onesta groß aufzuspielen.
12 Minuten vor dem Ende durfte der Vize-Europameister noch einmal kurz hoffen (18:19), egalisieren konnte Kroatien das Finale nicht mehr. Zu stark spielte Keeper Thierry Omeyer, zu sehenswert (und effektiv) waren die Aktionen von Luc Abalo. Frankreich ließ sich den Triumph nicht mehr nehmen. Und darf sich seit gestern erstmals und hochverdient Handball-Europameister nennen.
Lino Cervar, Kroatiens Coach: „Wir können sehr stolz sein, Silber gewonnen zu haben. Im Finale haben wir das Finale zuerst kontrolliert, beim Stand von 11:8 haben wir in nur 40 Sekunden das Spiel verloren. Wir haben billige Tore bekommen, es ist uns nicht mehr gelungen, den Rückstand aufzuholen. Letztendlich hat Frankreich den Sieg absolut verdient.“
Spieler Igor Vori: „25 Minuten lang ist es uns gelungen, Frankreich zu stoppen. Doch dann ist das für uns Schlimmste passiert, Frankreich ist mit vier Toren in Führung gegangen. Wir waren nicht in der Lage, ihnen zu folgen. Dennoch können wir Silber feiern als wäre es Gold.“
Spieler Vedran Zrnic: „Es ist für uns ein Erfolg Silber gewonnen zu haben. Jeder junge Spieler in unserer Heimat wäre gern Teil dieses Teams.“
Frankreichs Erfolgscoach Claude Onesta: „Ich bin sehr glücklich über den Sieg und den nächsten Titel. Je länger das Turnier gedauert hat, desto selbstsicherer sind wir geworden. Die letzten Spiele haben uns gezeigt, dass wir körperlich die stärksten sind. „
Spieler Sebastien Bosquet: „Natürlich bi n ich sehr glücklich. Es waren sehr viele kroatische Fans hier – ich bin sicher, dass wir unseren Fans, die in Wien waren, viel Freude gemacht haben.“
Spieler Cedric Sorhaindo: „Wir hatten den größeren Willen zu gewinnen. Nach dem gewonnen Triple werden wir sehen, was als nächstes kommt.“