Freitag, 6. November 2009
Heiner Brand auf Innsbruck Visite

credit:ÖHB
Er ist der bekannteste Schnauzbartträger der Szene. Er ist der erste und einzige, der als aktiver Spieler und als Trainer den Weltmeistertitel im Handball eroberte. Und er ist einer, der den rassigen Hallensport lebt. Dafür sprechen seine Titel und die sechsfache Auszeichnung zum Trainer des Jahres.
Heiner Brand, die Leitfigur im deutschen Handballsport, gab im Rahmen eines Pressegesprächs in der Innsbrucker Olympiaworld Ein- und Ausblicke über die Chancen seines Teams bei der Euro 2010 in Innsbruck. Mit am Gesprächspodium ÖHB-Präsident Gerhard Hofbauer, der Vorstand des Innsbrucker OK-Teams, Christoph Platzgummer und Tirols Handball-Präsident Thomas Czermin.
Heiner Brand …
…zum Spielort Innsbruck: „Zuerst war ich skeptisch, weil wir ja hier letztes Jahr gegen Österreich verloren haben. Aber im Ernst: Wir fühlen uns hier sehr wohl, zwischen Unterkunft und Halle sind nur kurze Wege zu überbrücken. Wir wünschen uns natürlich, dass die Halle immer voll ist – ich denke, wir können auf viele deutsche Fans bauen, das kann sicher ein Vorteil für uns sein.“
…zur Auslosung: „Die Gruppe mit Schweden, Polen und Slowenien ist schwierig, wir hätten es auch einfacher erwischen können. In dieser Gruppe sind vier Teams, die auf ähnlichem Niveau spielen können – daher ist jedes Spiel ein Endspiel.“
…zu den Chancen der DHB-Auswahl: „Wir können in der Vorrunde scheitern, aber durchaus auch das Halbfinale erreichen – wobei das schon ein kleines Wunder wäre. Noch können wir nicht mit den Topfavoriten wie Frankreich oder Kroatien mithalten, aber die Mannschaft zeigte zuletzt einen Aufwärtstrend. Mit dem Supercupsieg haben wir nochmals Motivation getankt – in dieser Form können wir gegen viele Spitzenteams bestehen.“
Gerhard Hofbauer:
„Wir haben jetzt etwa acht Millionen Euro für die EM zur Verfügung und rechnen mit einem ausgeglichenen Budget. Die letzten Europameisterschaften in der Schweiz und Norwegen hatten weniger Budget. Das gute Ergebnis beim Vier-Nationen-Turnier in Linz lässt uns für die EURO hoffen. Die Mannschaft hat sich stark verbessert – der Traum vom Aufstieg in die Hauptrunde lebt. “
Christoph Platzgummer (Vorsitzender LOK Innsbruck):
„Die Vorbereitung auf die EURO verläuft planmäßig. Wir werden versuchen, uns als perfekter Gastgeber zu präsentieren und den Zuschauern ein Spektakel zu bieten. Handball wird eine gewisse Zeit im Mittelpunkt des Interesses stehen und das müssen wir auch nachhaltig nützen.“
Thomas Czermin (THV-Präsident):
„Die EURO ist der absolute Höhepunkt meiner Tätigkeit als Spitzenfunktionär im Verband. Wir können nun ein Großereignis organisieren und wollen dieses bestmöglich durchführen. Die Halle wird sicherlich an allen Spieltagen voll sein, der 22. Jänner mit dem Spiel Deutschland gegen Schweden ist bereits jetzt ausverkauft.“
Vorrunde Innsbruck:
19. 01.2010, 18.30 Uhr: Deutschland – Polen; 20.30 Uhr: Schweden – Slowenien.
20.01.2010: 18.30 Uhr: Slowenien – Deutschland; 20.30 Uhr: Polen – Schweden.
22.01.2010: 18.15 Uhr: Deutschland – Schweden; 20.15 Uhr: Polen – Slowenien.