10|09 4-LINZ

INTERWETTEN CUP (30.10.-01.11.2009) | Linz

1. ÖSTERREICH
2. Slowenien
3. Schweiz
4. Ukraine

Friday, 30 October 2009
14:00: Youth national teams (92): AUSTRIA – SWITZERLAND 31:32 (15:16)
15:50: Junior national teams (90): AUSTRIA – SLOVENIA 23:29 (9:12)
18:00: Interwetten Cup men: UKRAINE – SWITZERLAND 28:29 (12:13)
20:20: Interwetten Cup men: AUSTRIA – SLOVENIA 33:31 (13:17)

Saturday, 31 October 2009
13:15: Junior national teams (90): AUSTRIA – SLOVENIA 31:27 (14:13)
14:45: Youth national teams (92): AUSTRIA – SWITZERLAND 28:29 (14:13)
18:00: Interwetten Cup men: SLOVENIA – UKRAINE 41:27 (22:12)
20:20: Interwetten Cup men: AUSTRIA – SWITZERLAND 26:24 (11:15)

Sunday, 1 November 2009
10:15: Youth national teams (92): AUSTRIA – SWITZERLAND 22:22
12:00: Junior national teams (90): AUSTRIA – SLOVENIA 26:36 (11:20)
14:30: Interwetten Cup men: SLOVENIA – SWITZERLAND 32:30 (17:11)
16:20: Interwetten Cup men: AUSTRIA – UKRAINE 33:35 (17:17)

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HALLE 2010
Die Intersport Arena ist die bekannteste Sportstätte in Linz: erbaut 2003 als eine der modernsten Leichtathletik-Anlagen, auch verwendbar für Konzerte und Handball-Events. Innerhalb weniger Stunden kann die Leichtathletik-Halle in eine Mehrzweckhalle umgebaut werden, zudem bieten die Räumlichkeiten für VIPs, Athleten, Offizielle und Fans höchsten Standard.

Kapazität: 6.000 

Euro 2010: Vorrunde (19.-23.01.2010)

Viernationenturnier: 30.10. - 01.11.2009

LIVA Sport & Event

Ziegeleistraße 76-78

A-4020 Linz

Tel: +43 732 65 73 11-0 | Fax: +43 732 65 73 11-4005


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ÖSTERREICH
Das österreichische Nationalteam wird sich beim Interwetten Cup in Linz in Idealbesetzung präsentieren. Alle Spieler, die Legionäre wie auch die Teamspieler in der HLA, sind in Hochform und
topfit. Neu im Team ist der gebürtige Slowene Mare Hojc, der seit kurzem für Österreich spielberechtigt ist. Der Countdown für das österreichische Nationalteam für die EURO 2010 hat begonnen lange bevor für die europäischen Teams die Qualifikation gestartet ist. Im Februar 2008 hat der frühere Olympionike Dagur Sigurdsson das Team als Nationaltrainer übernommen und einen Ruck in die Mannschaft gebracht. Die Performance des Teams bei den Vier-Nationenturnieren in den letzten eineinhalb Jahren hat in Europa für Aufmerksamkeit gesorgt: in den letzten 18 Monaten hat das österreichische Team unter anderem Weltmeister Deutschland, den mehrfachen Afrika-Meister Tunesien, WM-Teilnehmer Mazedonien, Slowenien, die Niederlande oder Ungarn besiegt. Kapitän Viktor Szilagyi: „Wir befinden uns auf dem Endspurt. Es wartet noch sehr viel Arbeit auf uns. Die Leistung des Teams wird 2010 passen. Das Publikum wird eine Mannschaft sehen, die sich zerreißt. Das werden die Fans hoffentlich honorieren.“ In den letzten Jahren scheiterte das Herren Nationalteam oftmals am fehlenden Glück und konnte sich nicht für ein großes Internationales Turnier qualifizieren: die letzte Teilnahme bei einer WM liegt bereits 16 Jahre zurück (1993, Schweden). Im Jahr 2005 fehlte dem Team für die Qualifikation für die Europameisterschaft in der Schweiz gegen die Slowakei nur ein einziges Tor. 1966 hat Österreich die Bronze Medaille bei der Feldhandball-WM gewonnen, 1992 war Österreich Ausrichter der B-WM, gewann Silber hinter Norwegen – eine WM, die damals eine wahre Handball-Euphorie im Land ausgelöst hat. 1995 veranstaltete man gemeinsam mit Ungarn die Damen-WM.

DER TRAINER | DAGUR SIGURDSSON
Der frühere Olympionike übernahm den Job als Nationaltrainer im Februar 2008, obwohl er ein Angebot hatte, das isländische Nationalteam zu übernehmen, das wenige Monate später in Peking Olympiasilber eroberte. Sigurdsson auf die Frage, ob er es je bereut hätte, die Österreicher zu übernehmen: „Niemals! Dieses österreichische Team hat sehr großes Potential und der Verband gibt mir besten Rückhalt, um professionell arbeiten zu können.“ Der 36-jährige Sigurdsson, der seit Sommer auch Trainer bei den Füchsen Berlin ist, war als Spieler mit Valur Raykjavik isländischer Meister. 1996 wechselte er zu Wuppertal nach Deutschland, weiter nach Japan zu Wakanuga Hiroshima. 2003 kam er als Spielertrainer zu A1 Bregenz, wurde dort von 2003 bis 2006 österreichischer Meister und spielte in der Champions League. Der Vater dreier Kinder wurde als Spieler mit Island Fünfter bei der WM
1997, Vierter bei der EM 2002 und Neunter bei den Olympischen Spielen in Athen 2004.

VIKTOR SZILAGYI
Der gebürtige Ungar kam mit sieben Jahren mit seinem Vater (Istvan Szilagyi, ungarischer Nationalteamspieler, jetzt Trainer in Österreich) nach Österreich. Er war Champions Legaue Sieger mit THW Kiel 2007, mehrfacher deutscher Meister und holte 2009 den EHF Cup mit VfL Gummersbach. Der 31-Jährige Rückraumspieler startete seine Karriere in St. Pölten, wechselte anschließend nach Innsbruck. Im Jahr 2000 ging der bekennende HSV Hamburg-Fan nach Deutschland zu TSV Bayer Dormagen and wurde mit Tusem Essen EHF-Cup-Sieger (2005). Danach wechselte „Figo” zu THW Kiel, fiel aufgrund von schwerwiegenden Verletzungen (Kreuzbandriss, Meniskusoperation, Nasenbeinbruch) jedoch lange aus. Letzte Saison wechselte Szilagyi, der 1998 sein Teamdebüt
feierte, zu VfL Gummersbach, kam bis ins deutsche Cup-Finale und wurde EHF-Cupsieger.

PATRICK FÖLSER
Der gebürtige Oberösterreicher, Spitzname „Paco“, spielte im Lauf seiner Karriere u.a. beim HC Kärnten und zwei Jahre beim HC Linz. Im Jahr 2000 wurde Fölser vom deutschen Zweitligisten VfL Pfullingen unter Vertrag genommen, mit dem er 2002 in die 1. deutsche Handball-Bundesliga aufstieg. Danach wechselte der Kreisspieler zum neuen Ligakokurrenten TuS Nettelstedt-Lübbecke. Mit den Ostwestfalen stieg er 2003 wieder in die 2. Handball-Bundesliga ab, 2004 – mit einem Rekordergebnis von 68:0-Punkten – jedoch auch gleich wieder auf. 2007 wechselte Fölser zum in die zweite Liga abgestiegenen HSG Düsseldorf. Mit Düsseldorf schaffte er in der letzten Saison den Wiederaufstieg in die erste Liga.

SLOWENIEN
Slowenien ist das beste Beispiel dafür, dass ein Heimvorteil die Mannschaft zu Höchstleistungen pushen kann: Bei der Heim-EM 2004 holten sie Silber. Star-Coach Zvonimir Serdarusic hat im Moment das stärkste slowenische Team ever zur Verfügung. In seiner relativ jungen Geschichte ist Slowenien als Teilnehmer bei Großereignissen nur selten wegzudenken: seit 1994 waren sie nur ein einziges Mal (1998) nicht für Europameisterschaften qualifiziert, zuletzt gab es für Slowenien in Norwegen 2008 den 10ten Platz, die Qualifikation für die WM 2009 in Kroatien haben die Slowenen verpasst – ein einziges Tor gegen die Slowakei hat gefehlt. Höhepunkt der EURO-Karriere ist bislang die Silbermedaille bei der Heim-Europameisterschaft 2004: im Finale mussten sich die Slowenen allerdings den Deutschen geschlagen geben. Zu Qualifikationsbeginn beendete Renato Vugrinec seine Nationalteamkarriere, auch in der Qualifikation hatte das slowenische Team mit zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Dennoch setzten sie sich in der Deutschland-Gruppe 5 als Zweiter durch: die einzigen zwei Spiele, in denen sich die Slowenen geschlagen geben mussten, waren die gegen Gruppensieger Deutschland. Mit den Torhütern Gorazd Skof (Zagreb) und Beno Lapanje, dem linken Flügel Luka Žvižej, dem linken Rückraumspieler von Champions League Sieger Ciudad Real Aleš Pajovič, den Spielmachern Uroš Zorman (Ciudad Real) und David Ŝpiler (Celje PL), dem rechten Flügel Vid Kavtičnič (Montpellier), Jure Natek (Chambery) im rechten Rückraum und anderen wird Slowenien definitiv mit einer sehr starken Mannschaft bei der EURO 2010 antreten.

DER TRAINER | ZVONIMIR SERDARUSIC
Der Star im slowenischen Nationalteam sitzt definitiv auf der Bank: dem slowenischen Verband gelang der Coup, den Startrainer bis 2012 zu verpflichten. „Noka“ feierte mit dem deutschen Traditionsklub THW Kiel in den letzten Jahren Erfolge am laufenden Band: wurde u.a. elf deutsche Meisterschaften, fünf Pokalsiege und die Champions League 2007.

UROŜ ZORMAN
Uroŝ Zorman, gelernter Polizist, spielt als Centre Back für den aktuellen Champions League Sieger BM Ciudad Real. Uroš Zorman begann mit dem Handballspiel bei Slovan Ljubljana, wo er auch seine ersten Ligaspiele bestritt. Später ging er zu RD Prule 67, wo er 2002 das slowenische Double aus Meisterschaft und Pokal holte und sich somit ins Blickfeld ausländischer Vereine spielte. 2003 wechselte er zu Ademar León in die spanische Liga ASOBAL, kehrte aber nach nur einer Saison zurück nach Slowenien und schloss sich Serienmeister RK Celje an, wo er 2005 und 2006 die slowenische Meisterschaft gewann. 2006 nahm er einen neuen Anlauf in Spanien, diesmal bei BM Ciudad Real. Hier gewann er gleich in der ersten Saison die spanische Meisterschaft, die Copa ASOBAL sowie die Vereins-EM. In der Saison 2006/2007 gewann er die Meisterschaft und den Copa ASOBAL. In der Saison 2007/2008 errang er mit Ciudad Real die Meisterschaft, den Pokal, den Copa ASOBAL, den Supercup und die Champions League. Letzte Saison wurde er erneut mit Cuidad Real Meister und gewann die EHF Champions League. Uroš Zorman hat bislang über 110 Länderspiele für die slowenische Nationalmannschaft bestritten: im eigenen Land bei der Heim-EM 2004 zog er ins Finale ein, unterlag dort aber Deutschland. Bei der HB-WM in Deutschland 2007 fehlte er aufgrund einer Verletzung.

VID KAVTIĈNIK
Der 25-jährige rechte Flügel, der in Jugendjahren auch Tennis und Leichtathletik ausübte und sich erst mit 16 Jahren für Handball entschied (Gorenje), bildete jahrelang mit Nikola Karabatic das Traumduo beim deutschen Meister THW Kiel: Nicht verwunderlich, dass die beiden „Unzertrennlichen“ Ende letzter Saison zum französischen Meister und früheren Karabatic-Klub Montpellier wechselten. Kavtiĉnik, Spitzname Videk, begann seine Karriere 1995 bei RK Velenje, bevor er in der Saison 2005/2006 zum THW Kiel kam. Mit Kiel wurde der Slowene, der u.a. auch von Kreuzband-Ops gestoppt wurde, 2007 Champions-League-Sieger, vier Mal deutscher Meister, drei Mal deutscher Cupsieger und Supercupsieger. Bereits mit 17 Jahren feierte Kavtiĉnik sein Debüt in der slowenischen Nationalmannschaft, mittlerweile hat er über 80 Länderspiele bestritten, bei der Heim-EM 2004 wurde er als bester rechter Flügel ins All-Star-Team gewählt.

SCHWEIZ
Mit der Schweiz ist ein alter Bekannter beim „Interwetten Cup“ dabei: die Eidgenossen waren in den letzten Jahren immer wieder Sparringpartner für das österreichische Team, die Spitzenteams auf Klubebene messen sich in der Meisterschaftsvorbereitung regelmäßig mit beiden Ländle-Klubs aus Bregenz und Hard. In der Qualifikations-Gruppe Zwei für die EURO 2010 erreichte die Schweiz hinter Russland, Serbien und Bosnien-Herzegowina zwar nur den vierten Platz, „der entspricht aber nicht ihrem Leistungsniveau“, weiß Bernd Friede, der seine Brötchen bei TSV Otmar St. Gallen verdient. Gegen den späteren Gruppensieger Russland mussten sich die Eidgenossen nur denkbar knapp 30:31
geschlagen geben, gegen Serbien gab es ein 32:32-Remis. Die Mannschaft nahm bisher sechsmal an Handball-Weltmeisterschaften teil, die beste Platzierung erreichte sie mit dem 4. Platz bei den Weltmeisterschaften 1954 und 1993 in Schweden. Die beste Platzierung bei bisher zwei Europameisterschaften erreichte man mit dem 12. Rang im Jahre 2004, 2006 waren die Schweizer Ausrichter der EURO. Im Jahr 1996 qualifizierte sich die Schweiz für die Olympischen Spiele in Atlanta, belegte dort Rang Platz 7. Bei der Qualifikation für die Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland scheiterte das Team erst in den Play-Offs an Russland, bei der Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in Norwegen an Weissrussland.

DER COACH | Goran Percovac
Goran Perkovac, ehemaliger kroatischer Teamspieler begann seine Trainerkarriere beim TV Suhr. In der Saison 2001/2002 übernahm er Pfadi Winterthur und wurde gleich Schweizer Meister. In der darauf folgenden Saison schaffte er das Double. 2003 übernahm er den Trainerposten des ewigen Meisterschafts-Geheimfavoriten Kadetten Schaffhausen, wurde Pokalsieger und in der darauffolgenden Saison erstmals in der Vereinsgeschichte Meister. Neben seiner Tätigkeit in Schaffhausen betreute Goran Perkovac die griechische Handballnationalmannschaft. Seit 2008 ist er Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Als Spieler war Percovac lange Jahre in der Schweiz tätig (BSV BORBA Luzern, TV Suhr, Pfadi Winterthur), spielte 192 im kroatischen Nationalteam, wurde mit den Kroaten 1996 Olympiasieger. Mit 2.637 Toren in 359 Spielen ist Perkovac der Anführer der ewigen Torschützenliste in der Swiss Handball League (SHL).

UKRAINE
Die Ukraine ist bei Europameisterschaften zwar eine Konstante, was die regelmäßigen Teilnahmen betrifft – seit 2000 nur ein Mal nicht qualifiziert – jedoch meist im hinteren Mittelfeld zu finden: bei der letzten EURO in Norwegen 2008 fehlte die Ukraine allerdings ebenso wie bei der letzten WM 2009 in Kroatien. Ihre Resultate, unter anderem ein Sieg gegen den Olympiadritten Spanien – lassen jedoch auf mehr für die EURO 2010 hoffen. In der EURO-Qualifikation war die Ukraine eine der Überraschungen: Man konnte sich in einer Gruppe mit Olympiabronzemedaillengewinner Spanien als Gruppenzweiter durchsetzen: Gegen die spanische Equipe gelang im November 2008 ein Heimsieg, in acht Spielen ging die Ukraine fünf Mal als Sieger vom Platz. Am Ende wurde es dennoch knapp: im letzten Spiel verlor die Ukraine überraschend gegen Litauen, doch auch der größte Konkurrent, die Niederlande, konnte gegen die Spanier nicht punkten. Bei den bislang vier EM-Teilnahmen stehen bislang die Ränge zwölf (2000), elf (2002), fünfzehn (2004) und wiederum zwölf (2006) zu Buche. Die besten ukrainischen Spieler verdienten ihr Geld jahrelang ausschließlich beim ukrainischen Serienmeister Saporoschje, mittlerweile haben die Topstars den Sprung ins Handball-Ausland gewagt: wie Sergej Schelmenko, der bis Ende der letzten Saison bei den Rhein Neckar Löwen unter Vertrag war, zu Medvedi Tschechow nach Russland gewechselt ist. Oder Wjatscheslaw Lochman, der 2001 bei TV Großwallstadt anheuerte, sich allerdings gleich zu Beginn seiner Karriere in Deutschland das Kreuzband riss: Er galt als „ukrainisches Kronjuwel“, erzielte bei der WM 2001 nicht weniger als 40 Tore. Nach zwei Operationen wechselte er 2008 zum ukrainischen Paradeverein Saporischschia. Bei der EM 2000 war ein Mann Torschützenkönig, der mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat und beim HSV Hamburg spielt: Oleg Velyky. Velyky bestritt 59 Länderspiele für die Ukraine, seit April 2004 hat Velyky die deutsche Staatsbürgerschaft. Der Centre Back gilt als einer der besten Individualisten im Welthandball. 2003 wurde bei ihm ein malignes Melanom diagnostiziert, es folgt eine 18-monatige Therapie, 2008 kehrte der Hautkrebs zurück. Bei der EM 2008 in Norwegen riss er sich nach vier Spielminuten im ersten Spiel das Kreuzband, bereits bei der EM 2006 war er wegen eines Kreuzbandrisses nicht dabei.
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PRESSE
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